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Känguru Kurzbeschreibung

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Wettbewerb am Donnerstag, 18.3.10


  1. Beschreibung und Intention des Wettbewerbs

    • Beim Känguru der Mathematik handelt es sich um einen Multiple-Choice-Wettbewerb,
      dessen Intention die Popularisierung der Mathematik auf breiter Basis ist. Im
      Gegensatz (und als Ergänzung) zur Mathematikolympiade geht es hier nicht darum,
      mathematische Hochbegabungen unter den Schülerinnen und Schülern zu fördern. Es
      geht vielmehr darum, möglichst vielen Schülerinnen und Schülern in einer
      spannenden Wettbewerbssituation ein Erlebnis anzubieten, das es ermöglichen
      soll, die Mathematik mit kreativem Tüfteln in (hoffentlich) begeisternder
      Atmosphäre zu verbinden. Eine Teilnahme möglichst vieler Schulen wird daher
      angestrebt. In Europa (und darüber hinaus) nehmen schon jährlich über 5
      Millionen Schülerinnen und Schüler in 40 Staaten an diesem Wettbewerb teil. In
      Österreich hat es in den letzten Jahren jeweils etwa 150 000 Teilnehmer gegeben.

    • Der Bewerb wird in 5 Alterskategorien (Écolier für 3. und 4. Klasse Volksschule,
      und für jeweils zwei Jahrgänge von der 1. bis 8. Klasse AHS/BHS bzw. Hauptschule
      der Reihe nach Benjamin, Kadett, Junior und Student, bzw. Student auch für die
      13. Schulstufe in der BHS) durchgeführt, wobei die Bewertung nach Jahrgängen
      getrennt durchgeführt wird. Es werden 30 Fragen gestellt (24 in den Gruppen
      Écolier und Benjamin), für die jeweils 5 Lösungsvorschläge angeboten werden. Nur
      eine der vorgeschlagenen Antworten ist richtig. Für jede richtige Antwort werden
      3 (bzw. 4 oder 5) Punkte gutgeschrieben. Für jede falsche Antwort wird
      allerdings ein Viertel dieser Punkte abgezogen, was das unreflektierte Raten
      möglichst verhindern soll. (Um negative Ergebnisse unmöglich zu machen, wird ein
      Sockel von 24 bzw. 30 Punkten zusätzlich jedem Teilnehmenden gutgeschrieben.)
      Für die Beantwortung der 30 Fragen haben die Schülerinnen und Schüler genau 75
      Minuten Zeit (60 Minuten in den Gruppe Écolier und Benjamin), nicht mehr und
      nicht weniger. Es findet dabei kein Sprechen statt, sodass sich die
      Wettbewerbsspannung bei totaler Stille voll entfalten kann.

    • Im Vorjahr haben wieder in ganz Österreich etwa 180.000 Schüler aus allen
      Bundesländern an diesem Wettbewerb teilgenommen. Viele teilnehmende Schulen
      haben schulinterne Siegerehrungen durchgeführt, und es hat auch
      Landessiegerehrungen mit Urkunden und Preisen für die Besten jedes Jahrgangs
      gegeben. Eine Bundessiegerehrung hat im Bundesministerium für Bildung in Wien
      stattgefunden, bei dem die jeweils drei Besten in jedem Jahrgang Urkunden und
      Goldmünzen überreicht bekamen.



  2. Einladung zur Teilnahme

    • Ihre Schule ist herzlich zur Teilnahme am diesjährigen Wettbewerb eingeladen.
      Zur Anmeldung loggen Sie bitte bei http://www.kaenguru.at ein. Dort finden Sie
      unter „Känguru Informationen 2010“ alles Notwendige zur Anmeldung der Schüler
      und Schülerinnen Ihrer Schule.



  3. Bemerkungen zur Internetanmeldung

    • Immer noch gibt es immer wieder Rückmeldungen zum Thema Internetanmeldung und –auswertung.
      Im Folgenden sollen einige der am häufigsten vorgebrachten Punkte angesprochen
      werden.

    • Vereinfachung der Organisation und Auswertung

    • Aufgrund des Erfolgs und der damit verbundenen hohen Teilnehmerzahl ist eine
      händische Bearbeitung aller anfallenden Daten nicht mehr möglich. Wir hoffen
      Ihnen auch damit die Arbeit zu erleichtern, dass sich die gesamte Auswertung auf
      die Eingabe eines Strings von 30 (bzw. 24) Ziffern je Schüler/in reduziert.
      Dafür ist für Sie als Schulkoordinator/in das vollständige Ergebnis Ihrer Schule
      nach Ende des Wettbewerbs innerhalb kurzer Zeit auf der Homepage abrufbar.

    • Geheimhaltung der Daten

    • Alle erfassten Daten stehen ausschließlich den jeweiligen Schulkoordinator/inn/en
      für die eigenen Schüler/innen zur Verfügung. Es hat außer den
      Hauptverantwortlichen des Wettbewerbs niemand Zugang zu den Gesamtdaten, mit
      Ausnahme der Statistiken, wie sie auf der Homepage zu sehen sind. Die Daten
      werden weder dem Ministerium noch den Landesschulräten oder sonstigen Behörden
      zur Verfügung gestellt! (Das Ministerium unterstützt zwar den Wettbewerb, ist
      aber nicht für die Durchführung verantwortlich. Die Verantwortlichen sind
      ausnahmslos Lehrer/innen!) Es besteht also keinerlei Möglichkeit eines
      Schulrankings oder Ähnliches. Jede Weitergabe derartiger Dateien wäre auch
      aufgrund des gesetzlichen Datenschutzes völlig unmöglich!

    • Der Geheimhaltung der Daten ist auch durch die Anmeldung beim
      Datenverarbeitungsregister der Datenschutzkommission im Bundeskanzleramt
      gewährleistet.



  4. Zusendung der Unterlagen


    Nach der Anmeldung Ihrer Schüler auf der Känguru Website bekommen
    Sie alle notwendigen Unterlagen per Post rechtzeitig zugeschickt (in
    der Woche vor dem Wettbewerb am 18.3.2010). Allerdings werden für alle Gruppen
    nur dann kopierte Unterlagen verschickt, wenn die Anmeldung zeitgerecht (bis
    18.1.2010) stattfindet.
    Schulen aus Südtirol bekommen keine kopierten
    Unterlagen zugesandt.
    Wenn Sie Ihre Schule nach diesem Termin anmelden, ist
    eine Teilnahme problemlos trotzdem möglich. Sie müssen in diesem Fall allerdings
    die Unterlagen selbst kopieren. Die Files können dann von der
    Wettbewerbshomepage in der Woche vor dem Bewerb unter Angabe des Passworts
    heruntergeladen werden. (Dies gilt auch für alle teilnehmenden Schulen aus
    Südtirol.)

  5. Vorschläge zur Organisation und Durchführung


    Hoffentlich entschließt sich auch Ihre Schule zur Durchführung dieser Aktion.
    Wenn Sie sich dazu entschließen, haben Sie natürlich volle Freiheit in der
    Struktur der Organisation in Ihrer Schule (bis auf die Details des Bewerbs, wie
    Anzahl der Beispiele, Dauer der Durchführung, usw., da diese Dinge in ganz
    Europa einheitlich gehandhabt werden). Im Folgenden werden aber einige
    Vorschläge zur Gestaltung aufgelistet.

    • Möglichst geschlossene Teilnahme
      Es sollte nach Möglichkeit in teilnehmenden AHS die ganze Unterstufe bzw. in
      Hauptschulen und Polytechnischen Schulen die gesamte Schule am Bewerb
      teilnehmen. In der Oberstufe (auch BHS, BORG) besteht die Möglichkeit, entweder
      der vollständigen Teilnahme (organisatorisch am einfachsten zu handhaben) oder
      der vollständigen Teilnahme bis zur 6. Klasse (10. Schulstufe) und nur
      freiwilliger Teilnahme in den Klassen darüber, oder überhaupt nur freiwilliger
      Teilnahme. (Geschlossene Teilnahme ist in der Unterstufe wegen der Intention der
      Popularisierung vorgesehen. In der Oberstufe ist dieses Ziel nach bisherigen
      Erfahrungen in manchen Schulen etwas schwerer zu erreichen.)
      In Volksschulen sollte die Teilnahme wegen des Eventcharakters entweder die
      gesamte 3. und 4. Klasse inkludieren oder nur die gesamte 4. Klasse.

    • Schaffen einer geeigneten Atmosphäre
      Die Intention dieses Wettbewerbs ist eine Popularisierung der Mathematik im
      Rahmen einer spannenden Wettbewerbsatmosphäre. Um dieses Ziel zu erreichen ist
      eine exakte Einhaltung der Regeln unerlässlich. Bei jeder Art von Regelverstoß
      ist eine sofortige Disqualifikation des Teilnehmers bzw. der Teilnehmerin
      unbedingt notwendig, um den Anderen das Gefühl der Korrektheit zu geben. (Dies
      widerspricht zwar unserem Unterrichtsalltag, aber wir müssen bedenken, dass es
      sich hier nicht um eine Prüfung oder sonstige Leistungsfeststellung für den
      Unterricht handelt. Es liegt auch ein großer pädagogischer Wert in der genauen
      Einhaltung von Regeln.) Andererseits soll die Spannung des Wettbewerbs nicht in
      Stress ausarten. Die Atmosphäre soll möglichst von allen Teilnehmern so
      wahrgenommen werden, dass sie mit voller Konzentration ein gutes Abscheiden
      anstreben. „Gutes“ Abschneiden soll aber in Relation zu den eigenen
      Möglichkeiten empfunden werden. Erreicht eine Schülerin oder ein Schüler weniger
      Punkte als ein/e anderer/e, so ist dies keine schlechte Leistung, wenn sie/er
      das Maximum aus ihrem/seinem eigenen Potential geschöpft hat. Jede/r
      Teilnehmer/in soll sich über jedes gelungene Beispiel freuen und sich nicht über
      diejenigen ärgern, die missglückt sind. Um diese Atmosphäre zu erzeugen sind die
      pädagogischen Fähigkeiten der betreuenden Lehrerinnen und Lehrer im höchsten
      Ausmaß gefordert.
      Bedenken Sie bitte auch, dass Ihre Schüler und Schülerinnen im (fairen!)
      Wettbewerb mit vielen anderen stehen. Es ist unfair, wenn Sie den Ihren mehr
      Zeit zur Verfügung stellen, Zusammenarbeit erlauben oder dulden, oder Ihren
      Schülern und Schülerinnen gar irgendwelche fachlichen Tipps geben!

    • Bekanntgabe der Regeln
      Das Blatt „Hinweise und Tipps“ sollte in jeder teilnehmenden Klasse vor dem
      Wettbewerb so rechtzeitig aufgehängt werden, dass alle Schülerinnen und Schüler
      die Gelegenheit zum ruhigen Studium haben, also zumindest einige Tage vor dem
      Bewerb. Unmittelbar vor dem Bewerb werden noch einmal die wichtigsten Regeln
      (von einem eigens für diesen Zweck vorgesehenen Blatt) vorgelesen.

    • Aufsicht durch Klassenlehrer
      Die Aufsicht sollte so eingeteilt werden, dass den Lehrerinnen und Lehrern der
      Schule möglichst keine Stunden entfallen. Am besten ist die Durchführung in der
      2. und 3. Schulstunde (um zu spät Kommen zu vermeiden). Die Einteilung zur
      Aufsicht sollte am besten zentral (z.B. von Administrator/in, Direktor/in,
      Mathematik-Fachkoordinator/in) durchgeführt werden.

    • Schulinterne Korrektur
      Eine schulinterne Korrektur ist wegen der zentralen Auswertung per Internet
      nicht notwendig. Die richtigen Antworten der Beispiele werden nach der
      Meldefrist für die Wettbewerbsergebnisse (2 Wochen nach dem Wettbewerb) bei
      http://www.kaenguru.at nachzulesen sein.
      Jedenfalls aber wird es nach dem Wettbewerb notwendig sein, die Schülerantworten
      bei http://www.kaenguru.at einzugeben. Der Aufwand ist relativ gering und kann
      in jeder Schule auf mehrere Lehrer/innen (oder sonstige Vertrauenspersonen)
      aufgeteilt werden.

    • Nach dem Bewerb
      Die Mathematiklehrer/innen jeder Klasse sollten wenn irgend möglich zumindest
      eine Schulstunde mit der Besprechung der Wettbewerbsbeispiele nach dem Bewerb
      verbringen. Die Erfahrung lehrt, dass selbst Schülerinnen und Schüler, die
      ansonsten wenig für die Mathematik zu begeistern sind, für solche Besprechungen
      vielfach große Aufmerksamkeit aufbringen.

    • Eine öffentliche schulinterne Siegerehrung kann den Stellenwert des Fachs
      wesentlich stärken. Die besten Schülerinnen und Schüler sollten auf jeden Fall
      Urkunden bekommen. (Vorlagen werden auch unter http://www.kaenguru.at zum
      Download bereit stehen.) Wenn möglich sollte es auch Preise (etwa Bücher,
      mathematische Spiele, Rechner, Leiberl, etc.) für die Besten geben. Zu diesem
      Zweck sollte man sich im voraus um Sponsoren (Elternverein, lokale Firmen)
      kümmern. Lokal kann ein derartiges Ereignis auch für Medien von Interesse sein.



  6. Schlusswort

    • Alle Beispiele der Vorjahre finden Sie mit Lösungen unter http://www.kaenguru.at.
      Interessant sind auch internationale Känguru Websites, wie etwa
      http://www.math-ksf.org
      oder die französische unter http://www.mathkang.org

    • Hoffentlich entschließt sich Ihre Schule zur Teilnahme. Die Kosten für Kopien
      und Versand der Aufgaben werden dankenswerterweise wieder vom Bundesministerium
      für Unterricht getragen. Es ist auch in diesem Jahr wieder eine Siegerehrung für
      die Österreich-Sieger in Wien vorgesehen. Falls Sie Fragen haben, wenden Sie
      sich bitte an den Landesverantwortlichen Ihres Bundeslandes.

    • Wenn Sie Fragen zum Ablauf der Internetanmeldung bzw. Auswertung haben, wenden
      Sie sich bitte an webmaster@kaenguru.at




 
zuletzt geändert von Alois Kastenberger
  
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